Kolonographie - virtuelle Kolonoskopie

Anwendung

Die hochauflösende Multi-Detektor- Computertomographie (MDCT) ermöglicht heutzutage die Rekonstruktion des Dickdarmes und so eine der konventionellen Kolonoskopie (Darmspiegelung) vergleichbare Analyse desselben hinsichtlich allfälliger Polypen. Daher auch der häufig verwendete Name "virtuelle Koloskopie".

 

Prinzip

Mit Hilfe von Hochleistungs-Computern werden die zunächst erzeugten CT-Querschnittbilder des Bauchraumes weiterverarbeitet und zu einem dreidimensionalen Datensatz zusammengefügt. Die so entstandenen Bilder erlauben dann die Diagnostik von Tumoren des Dickdarms bzw. der Tumorvorläufer, sogenannter Polypen. Die Genauigkeit dieses Verfahrens für die frühzeitige Erkennung von Tumoren des Dickdarmes ist mit der Aussagekraft der normalen Darmspiegelung vergleichbar.

 

Was passiert bei der Untersuchung?

Die computertomographische Untersuchung wird nach Auffüllung des Dickdarms mit Raumluft über ein kleines Darmrohr durchgeführt und dauert ca. 2 (1 x in Bauch- und 1x in Rückenlage) x 30 Sekunden. Dabei bleibt der Kopf des Patienten stets ausserhalb des Comptertomographen. Die Untersuchung in Bauchlage wird vorerst ohne Kontrastmittel, die anschliessende Untersuchung in Rückenlage nach intravenöser Gabe von Kontrastmittel durchgeführt, um so im gleichen Untersuchungsdurchgang auch alle übrigen Bauchorgane und Bauchgefässe abzuklären. Die CT-Kolonographie ist nicht mit Schmerzen verbunden.

Die Auswertung und Befundung der CT-Kolonographie erfolgt gesondert im Anschluss an die CT-Untersuchung.  Die Anwesenheit des Patienten ist hierzu nicht mehr erforderlich. Der Befund liegt in der Regel ca. 1-2 Tage nach der Untersuchung vor.

 

Für wen kommt die virtuelle Kolonoskopie in Frage ?     

  • Vorsorgeuntersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge
  • Bei nicht durchführbarer konventionellen Endoskopie zur Verlaufskontrollen nach Kolon-Karzinom
  • Die CT-Kolonographie ist nicht geeignet bei akuten Erkrankungen (z.B.  Blutungen oder für die Abklärung einer akuten Entzündung – z.B. Divertikulitis).

Bei der CT-Kolonographie handelt es sich um ein diagnostisches und nicht um ein therapeutisches Verfahren.